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HARMONIEJUNKIE ODER SELBSTLOSER HELFER ?

WENN DU DEINE GLAUBENSSÄTZE KENNST, KANNST DU DEINE PROBLEME LÖSEN

Unsere Glaubenssätze geben uns Aufschluss darüber, wie wir wirklich innerlich ticken, wie unser inneres Betriebssystem codiert ist.

„Das passiert nur mir!“
„Ich muss mehr leisten, damit ich geliebt werde!“
„Nichts mache ich richtig!“
oder aber auch
„Ich darf so sein, wie ich bin!“
„Ich bin gut so, wie ich bin!“

Seit unserer Kindheit lernen wir, wie die Welt funktioniert, speichern unsere Erfahrungen in Form von eigenen Ideen wie die Welt funktioniert – oft in sogenannten Glaubenssätzen, nach denen wir dann funktionieren, in uns ab.
Sie steuern unsere menschlichen Abläufe, entscheiden darüber, was wir und wie wir es tun. Diese internen Programme in Form von Leitsätzen entscheiden aber auch oft darüber, ob es uns gut oder ob es uns immer wieder schlecht geht. Fast alle Ursachen für unsere Probleme sind hausgemacht und stecken in diesen kleinen Programmierungen – in unseren erlernten Glaubenssätzen.

So lernen wir durch unsere Erfahrungen, die wir mit unseren nächsten Mitmenschen – wie unserer Mutter und Vater machen, ob wir auf dieser Welt willkommen sind oder nicht. Ihre Nähe und Ihr Verhalten prägt uns in den ersten Lebensjahren unseres kindlichen Daseins. Dieses Urvertrauen ist die Basis für unser Selbstwertgefühl.
Als Neugeborenes sind wir hilflos. Die einzige Möglichkeit, um auf sich aufmerksam zu machen, ist das Schreien. Kommt jedoch niemand wenn wir schreien und wiederholt sich diese Erfahrung, entsteht das tiefe Gefühl des Verlassen sein und der Hilflosigkeit. Unser kindliches Urvertrauen kann sich so nicht entwickeln. Da Urvertrauen und Selbstwertgefühl eng zusammenhängen, wird sich in diesem Erleben kein starkes Urvertrauen, also auch kein starkes Selbstwertgefühl entwickeln können.
Menschen, die so ihre Kindheit erlebt haben, möchten aber in ihrem Leben meist gerne etwas verändern. Wenn sie Mutter oder Vater werden, wollen alles anders machen, als das, was sie erlebt haben. Leider werden sie genau aus diesem Grund zum Überbehüter, zum Harmoniejunkie oder zum Selbstlosen Helfer.
Die Glaubenssätze, die wir in unserer frühsten Kindheit erlernen, sind die Programmierung unseres eigenen Betriebssystems und somit ausschlaggebend für unser Selbstwertgefühl, unser Selbstvertrauen
In unseren Glaubenssätzen entwickeln wir als Kind auch Selbstschutzmechanismen mit denen wir ein ganzes Stück weit durchs Leben kommen. Solche Selbstschutzstrategien können sich in übersteigerter Harmoniebedürftigkeit, in einem Helfersyndrom oder u.a. in einer Emotionalitätsstarre oder eine Distanzierungstendenz zeigen.
Was uns als Kind in den damaligen Lebensumständen geholfen hat, muss aber im späteren Leben nicht unbedingt weiter funktionieren.
Im Laufe unseres Lebens nehmen wir unsere Umwelt durch unsere eigene Brille wahr. Unsere eigenen Glaubenssätze sind eine Bewertungsskala für unsere Wirklichkeit. Sie entscheiden, wie und was wir fühlen, was und wie wir wahrnehmen. Wir projizieren alte Situationen auf neue, halten an alten Mustern und Glaubenssätzen fest. Sie beeinflussen unsere Beziehungen und unsere Wertevorstellungen und sind nicht zuletzt oft die Ursache unserer Probleme.
Die Lösung unseres Strauchelns liegt oft in diesen tief verinnerlichten Programmierungen. Um die Probleme lösen zu können, ist es wichtig, seine Glaubenssätze zu erkennen.
Die Arbeit mit den Glaubenssätzen und dem inneren Kind – dem Anteil unserer Persönlichkeit, der aufgrund unserer Prägung in der Kindheit unser Selbstwertgefühl bestimmt und durch eine oder mehrere innere Stimmen mit uns spricht – liefert hier gute Lösungsansätze.
Will man seine inneren Codierungsmuster kennen lernen, muss man die Decodierungen lernen – Nur wer sich selbst erkennt und für sich selbst Verantwortung übernimmt, kann sich durch Entschlüsseln seiner Glaubenssätze mit seinen unterschiedlichen Persönlichkeitsanteilen aussöhnen, sie annehmen und gut für sich selbst sorgen. Hinter unseren Glaubenssätzen steckt eine große innere Sehnsucht.

Im NLP fokussiertem Coaching wird der Zugang zu innere Anteile und Glaubenssätzen hergestellt. Unsere Innere Anteile sind oft auch wichtiger Bestandteil in Beziehungskonflikten und die Ursache von Stress in beruflichen Situationen. Auch in der Burnout
Prävention spielt die Arbeit mit Glaubenssätzen und inneren Anteilen eine wichtige Rolle.

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Streiten und sich ärgern kostet uns viel Kraft. Für diejenigen, die Ihre Energie lieber für Besseres nutzen wollen, gib es hier 8 Tipps für eine konstruktive Kommunikation.

Was wir sagen und was wir nicht sagen, wird nicht nur durch Worte transportiert. Nur ein kleiner Teil unserer Kommunikation ist uns bewusst und damit steuerbar. Das meiste, unsere unbewussten Kommunikationsanteile, Gestik, Mimik, Glaubenssätze, Werte… werden von uns oft nicht bewusst wahrgenommen oder sind uns gar nicht zugänglich. Deshalb können wir sie auch nicht direkt steuern. Diese unbewussten Anteile entscheiden jedoch entscheiden darüber, ob das Gesagte stimmig ist und verstanden wird. Emotionale unbewusste Anteile (wie Ängste, Konflikte, Glaubensätze…) verändern unsere Kommunikation, unsere Konstruktivität und unser Konfliktpotential.

 

 

 

SEI DIR SELBST BEWUSST

Sei dir selbst bewusst, was sind deine Anteile, welche Bedürfnisse stehen hier bei dir im Vordergrund? Welche Glaubenssätze bewegen dich?

 

SEI WERTSCHÄTZEND

In Konflikten verhalten wir uns oft wenig wertschätzend und einfühlsam dem anderen gegenüber. Unser Denken ist so ausgerichtet, dass eher der andere, als man selbst im Unrecht ist. Meist sind wir direkt in einer Verteidigungs- oder Angriffsposition und sind nicht in der Lage uns auf der Sachebene mit einander auseinanderzusetzen.

 

BLEIBE AUF DER SACHEBENE

Sachliche Ebene halten. Was ist das Thema? Worum geht es?

 

BEOBACHTE UND BESCHREIBE NEUTRAL

Wie durch eine Videokamera, ohne Vermischung mit deinen Gefühlen

 

UNTERSCHEIDE ZWISCHEN GEDANKEN UND GEFÜHLEN

Ich denke,…. Ich empfinde,…..

 

WENN DU ÜBER GEFÜHLE SPRICHST- BLEIB BEI DIR SELBST

Wir haben alle eine ganz individuelle Idee von der Welt in der wir leben.

 

VERMISCHE NEUTRALE BEOBACHTUNGEN NICHT MIT DEINEN BEWERTUNGEN

Achte auf deine Wortwahl. Benutze keine Verben mit negativem Beigeschmack, wie wegschieben, aushalten. Beschreibe wertfrei. Nenne konkrete Beispiele. Schildere wertfrei eigene Erfahrungen.

 

VERZICHTE AUF ÜBERTREIBUNGEN + ANSCHULDIGUNGEN – FORDERE NICHTS

Worte wie IMMER, NIE, JEDESMAL, SELTEN, HÄUFIG sind Übertreibungen und sind emotionales Feuer in Diskussionen. Anschuldigungen treiben deine Gegenüber zum Gegenangriff. Fordere nichts, Bitte SOLLTE, MÜSSTE, ICH HABE EIN RECHT…weglassen

 

Eine andere Sprache ist
ein anderer Blick aufs Leben.

Federico Fellini